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Kamera-Flaggschiff

Huawei P30 Pro im Test

von - 11.04.2019
Huawei P30 Pro
Foto: Karlis Dambrans / Shutterstock.com
Im neuen Flaggschiff P30 Pro baut Huawei erstmals einen fünffachen optischen Zoom ein. Im Test zeigt das Smartphone viele Stärken und kaum Schwächen.
So wie die Galaxy-S-Serie Samsung den Aufstieg zum Marktführer bei Smartphones brachte, steht beim Rivalen Huawei die P-Baureihe für den Erfolg des Verfolgers. Im vergangenen Jahr setzte man mit der Dreifachkamera des P20 Pro ein echtes Ausrufezeichen, was die Fotoqualität vor allem bei Nacht betraf, jetzt soll der Nachfolger P30 Pro mit den vier Linsen der Hauptkamera noch einen draufsetzen. Das gewachsene Selbstbewusstsein des Herausforderers drückt sich auch im Preis aus, denn schon die Einsteigervariante mit 128 GByte ist gegenüber dem Vorgänger um 100 Euro auf 999 Euro gestiegen. Für 100 Euro mehr gibt es noch die Version mit 256 GByte Datenspeicher. Doch mit dieser ambitionierten Preispolitik passt sich Huawei eigentlich nur der Konkurrenz von Samsung und Apple im hart umkämpften Highend-Segment an.
Huawei P30 Pro
Das neue Huawei P30 Pro verfügt über ein 6,47 Zoll großes OLED-Display.
(Quelle: Huawei)
Für das Geld gibt es bei Huawei ein für die üppige Bildschirmdimension durchaus handliches Gehäuse, das mit seinem leicht über die Seiten abgerundeten Display an das Mate 20 Pro aus dem gleichen Haus erinnert. Das Gewicht liegt mit 192 Gramm im Rahmen der Klasse. Die Kameraeinheit sitzt oben rechts auf der Rückseite und ragt leicht aus dem Gehäuse heraus, was das Smartphone etwas kippelig auf einem Tisch liegen lässt und auch bei der Platzierung auf einer Ladematte Aufmerksamkeit erfordert. Ansonsten ist die Verarbeitung erstklassig, die Rückseite aus gehärtetem Glas gibt es in Schwarz und drei weiteren schimmernden Farben mit je nach Lichteinfall wechselndem Verlauf, was gut aussieht. Positiv ist auch, dass das Gehäuse gemäß der Norm IP68 geschützt ist, also maximal 30 Minuten unter Wasser aushält.
Leider spart sich Huawei den Klinkenstecker für das Headset. Der Mono-Lautsprecher an der Unterseite des Gehäuses klingt vor allem bei der Musikwiedergabe recht scheppernd. Der obere Lautsprecher wurde ersetzt durch eine Funktion, mit der das ganze Display als Resonanzkörper dient, was bei Gesprächen keinen Qualitätsverlust gegenüber der traditionellen Methode erkennen lässt.
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