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Marschroute Digitalisierung

Die IT-Landschaft im Jahr 2020

von - 06.12.2019
Trends 2020
Foto: Shutterstock / artskill2k17
Die digitale Transformation bewegt deutsche Unternehmen auch 2020: Diese Trends und Themen rund um die Digitalisierung werden nächstes Jahr für CIOs und CDOs besonders wichtig sein.
Neues Jahr, neue IT-Trends. Wie zu jedem Jahreswechsel machen die Prognosen zahlreicher Analysten und IT-Experten auch diesmal wieder die Runde – mit wichtigen Entwicklungen, die Unternehmen 2020 keinesfalls verpassen sollten. Neben Dauerbrennern wie Cloud oder Big Data stehen verschiedenste neue Technologien im Fokus. Doch was ist wirklich wichtig, was „heiße Luft“, und was wird erst in einigen Jahren relevant?
IT-Budget
Mehr Geld für die Digitalisierung: Knapp die Hälfte der Unternehmen erhöhen auch kommendes Jahr ihr IT-Budget.
(Quelle: Capgemini )
Vor allem für den Mittelstand, zu dem mehr als 99 Prozent der Firmen in Deutschland zählen, ist das nicht leicht zu entscheiden. Die meisten Unternehmen stecken noch mitten in der digitalen Transformation und sind damit vollauf ausgelastet. So hat im Bereich der IT der Ausbau der Digitalisierung für mehr als 70 Prozent der Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz laut einer aktuellen IT-Trends-Studie des Beratungsunternehmens Capge­mini oberste Priorität.
Und das lassen sich die Firmen auch einiges kosten: Sie investieren in die digitale Transformation durchschnittlich knapp ein Viertel ihres gesamten IT-Budgets. Bei Großunternehmen ab einer Milliarde Euro Jahresumsatz sind es sogar 30 Prozent, die für die Digitalisierung ausgegeben werden.
Ein großes Problem der Digitalisierung ist – trotz ihrer vielen Vorzüge – die damit einhergehende Ausdifferenzierung der IT-Landschaft. So klagt rund ein Viertel der Unternehmen über eine starke Zunahme der Komplexität. Da ist es durchaus verständlich, dass Unternehmen zögern, bevor sie auf eine weitere neue Technologie setzen.
Wenn es um die Einführung neuer Technologien geht, lässt man sich im deutschen Mittelstand daher gerne Zeit und überlegt ganz genau, welchen Nutzen sie für die eigene Unternehmensstrategie haben.
IDC FutureScape: Auswirkungen der Digitalisierung
Das Marktforschungsunternehmen IDC prognostiziert, dass bis zum Jahr 2023 mehr als die Hälfte der Weltwirtschaft digitalisiert sein wird – mit Folgen für Unternehmen. Das Fazit der Marktforscher fällt eindeutig aus: Wer in digital dominierten Wirtschaftsbereichen nicht konkurrieren kann, der wird häufig auch in seinen Kernmärkten nicht bestehen können – weil dieser Teil vom digitalen Bereich abhängig ist.
Es brauche eine neue Art von Unternehmen, um wettbewerbsfähig und erfolgreich zu sein. Deswegen haben die IDC-Marktforscher zehn Prognosen und Tipps für das kommende Jahr aufgestellt:
1. Innovationen: Bis 2024 wird mehr als die Hälfte aller ITK-Ausgaben in die Digitalisierung und in Innovationen fließen.
2. Cloud-Vernetzung: Um bestehen zu können, müssen digitale Anwendungen überall und jederzeit laufen. Das erfordert eine stärkere Integration von Anwendungen, Daten und Management über alle Cloud-Anbieter und -Standorte hinweg.
3. Dezentralisierung: Bis 2023 werden über 50 Prozent der neu installierten IT-Infrastruktur nicht in Rechenzentren, sondern dezentralisiert betrieben.
4. Digitale Innovationsfabriken: Als softwaregesteuerte „digitale Innovationsfabrik“ zu arbeiten wird zur Schlüsselfähigkeit, um sich erfolgreich vom Wettbewerb in der eigenen Branche zu differenzieren. Bis 2025 werden fast zwei Drittel der Unternehmen produktive Software-Hersteller sein, die täglich Code bereitstellen – über 90 Prozent davon für cloudnative Apps.
5. Branchen-Apps: Bis 2023 werden über 500 Millionen digitale Apps und Dienste mit coudbasierten Ansätzen entwickelt und bereitgestellt – so viele wie in den letzten 40 Jahren. Die meisten davon werden branchenspezifische Digitalisierungs-Anwendungen sein.
6. Künstliche Intelligenz: Bis 2025 werden bereits 90 Prozent der neuen Unternehmens-Apps mit Künstlicher Intelligenz arbeiten. Bis 2024 erfolgt mehr als die Hälfte der Anwender-Interaktionen über KI-gestützte Computer-Visualisierungen, natür­liche Sprach- und Textauswertung sowie Augmented Reality/Virtual Reality.
7. Vertrauen: Vertrauen aufzubauen ist für das Bestehen in der digitalen Wirtschaft wichtig. Kunden verlangen von ihren Geschäftspartnern, dass sie ihre digitale Vertrauenswürdigkeit unter Beweis stellen. Bis 2023 wird daher die Hälfte der 2000 weltweit größten Unternehmen hierfür einen sogenannten Chief Trust Officer einsetzen.
8. Unternehmen als Plattform: Bis 2023 werden 60 Prozent der Global-2000-Unternehmen digitale Entwicklungsabteilungen mit Tausenden von Entwicklern unterhalten. Die Hälfte dieser Unternehmen wird über 20 Prozent ihrer digitalen Einnahmen über diese Entwicklungsbereiche erzielen.
9. Branchenübergreifende Mashups: Unternehmen müssen sich darauf einstellen, branchenübergreifend neue digitale Partnerschaften zu bilden, um Kundenbedürfnisse besser bedienen zu können. Bis 2025 entfallen 20 Prozent des Umsatzwachstums auf sogenannte White-Space-Angebote, die digitale, bisher branchenfremde Dienstleistungen kombinieren.
10. Plattformkriege: Bis 2023 werden die Top 5 der großen Public-Cloud-Plattformen mindestens drei Viertel des IaaS- und PaaS-Marktanteils auf sich vereinen. Zudem steigt die Zahl der SaaS-Anbieter, die zu Plattformen werden, drastisch.
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