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Aufbruch in die Cloud

So leiten Sie eine Cloud-First-Technologiestrategie

von - 13.09.2019
Cloud-Strategie
Foto: Jirsak / Shutterstock.com
SaaS, PaaS, IaaS und mehr: Im Zuge der Digitalisierung verlegen Unternehmen zunehmend Workloads in die Cloud und profitieren so von mehr Agilität, Skalierbarkeit und Leistung.
Dieser Artikel wurde von Dr. Jens Krüger, Chief Technology Officer (CTO) EMEA bei Workday, verfasst.
Die Zahlen sind beeindruckend: Eine Studie des amerikanischen Festplattenherstellers Seagate gemeinsam mit dem IT-Marktbeobachtungshauses IDC geht das von aus, dass die weltweit vorhandene Datenmenge bis 2025 auf 175 ZBytes anwachsen wird – das wäre in etwa acht Mal so viel wie die im Jahre 2017 vorhandene Datenmenge. Treiber dieses beachtlichen Wachstums sind laut Studie vor allem Unternehmen, wobei davon ausgegangen wird,  dass im Jahr 2025 rund 80 Prozent aller Daten von Unternehmen erzeugt wurde. Derzeit liegen die Datenmengen von Privatpersonen  und Unternehmen noch fast gleichauf.
Dr. Jens Krüger, Chief Technology Officer (CTO) EMEA bei Workday
Dr. Jens Krüger, Chief Technology Officer (CTO) EMEA bei Workday
(Quelle: Workday)
Die Studie deckt zudem auf, dass nahezu die Hälfte der weltweit gespeicherten Daten bis 2025 in Public Cloud-Umgebungen zu finden sein wird (49 Prozent). Dieser Trend wird vor allem durch die zahllosen IoT-Sensoren verstärkt, die permanent Unternehmensdaten erfassen, speichern und analysieren. Heute beträgt der Public Cloud-Anteil rund ein Drittel.
Wichtig dabei ist, dass die gespeicherten Daten nicht nur wiederauffindbar, sondern flexibel verfügbar gespeichert werden. Unternehmen, die immense Datenbestände in die Cloud stellen, möchten einen möglichst zentralisierten Datenbestand, auf den der Zugriff schnell, unkompliziert und von allen Endpunkten aus erfolgen kann – sei es mobil oder vom Desktop aus. Das ist eine unabdingbare Voraussetzung für eine erfolgreiche digitale Transformation. Daten, von denen niemand weiß, wo und in welchem Format sie gespeichert sind, machen jede Form der Analyse und Bearbeitung zu einem langwierigen, aufwendigen und nervenraubenden Vorgang.
Tatsächlich bewegt sich unsere moderne Arbeitswelt immer stärker in die Cloud, wobei der physische Standort, an dem Daten gespeichert werden, nahezu irrelevant wird. Was macht den Weg in die Cloud so attraktiv? Bis auf wenige nennenswerte Ausnahmen (nennenswert in dem Sinne, dass selbst ein kleiner Ausfall der Cloud zu Nachrichtenmeldungen führen würde), liegt es vor allem daran, dass die Cloud „einfach funktioniert“. Der Abstand zwischen Unternehmen, die bereits mit der Cloud-Technologie arbeiten zu denen, die bisher darauf verzichtet haben, wird von Tag zu Tag größer. Ebenso wächst die Herausforderung für zuletzt genannte Unternehmen, den technologischen Vorsprung wieder aufzuholen und so den Konkurrenten einen Schritt voraus zu sein.
Wir kommen allerdings an den Punkt, an dem es den meisten Geschäftsführern egal ist, wie die Technologie bereitgestellt wird, solange nur bessere Geschäftsergebnisse erzielt werden — schneller, flexibler und idealerweise zu niedrigeren Kosten als bisher. So geht es bereits aus der Einleitung einer Umfrage von McKinsey zum Thema ITaaS Cloud hervor: „Die Cloud-Debatte ist vorbei - die Unternehmen verschieben inzwischen einen wesentlichen Teil der IT-Workloads in Cloud-Umgebungen. Die Auswirkungen werden beträchtlich sein, sowohl für die Anwender als auch für die Anbieter von Technologien."
Laut einem aktuellen Forrester-Bericht nennen 75 Prozent der befragten Unternehmensführer eine verbesserte Business-Agilität und 74 Prozent eine schnellere Implementierung sowie Bereitstellung als Vorteile, die in die Entscheidung ihres Unternehmens für den Wechsel zu reiner Software as a Service (SaaS) mit eingeflossen sind. Kein Wunder: SaaS ist bereits per Definition wesentlich flexibler und vor allem in Hinblick auf die Adaption von jeglicher Innovation wesentlich schneller als On-Premises-Systeme.
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