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Kampf der Elektro-Car-Giganten

CES-Auftakt in Las Vegas: Das Auto als Entertainment-Wunderwelt

von - 07.01.2020
CES
Foto: CES
Vom 7. bis zum 10. Januar versammeln sich auf der Technik-Messe CES (Consumer Electronics Show) in Las Vegas nicht nur Fans von Digitalen und Mobile Gadgets. In diesem Jahr steht vor allem der Kampf der Elektroauto-Anbieter im Fokus.
E-Mobility: Der SUV gilt vielen als Inbegriff des Spritschluckers - doch inzwischen kündigt sich ein Wettkampf der Elektroauto-Hersteller in der nach wie vor populären Fahrzeugklasse an. Der Showdown zum Start der Technik-Messe CES in Las Vegas zeigt dabei, wie die Anbieter die Kunden mit neuen Ideen für sich gewinnen wollen.
So präsentierte die Firma Fisker einen SUV mit Solarzellen im Dach und einem Innenraum aus Recycling-Materialien. Der chinesische Hersteller Byton brachte die Serienversion seines ersten Modells M-Byte mit einem riesigen Display im Cockpit mit nach Las Vegas. Das Fahrzeug soll Mitte des Jahres in die Produktion gehen. Der Fisker Ocean wurde für 2022 angekündigt.

Startpreis von 37.500 US-Dollar

Die Solarzellen im Dach sollen pro Jahr bis zu 1.600 zusätzliche Kilometer ermöglichen, wie Firmenchef Henrik Fisker sagte. Für den Teppich im Innenraum sollen Plastikflaschen wiederverwendet werden, für eine Zierleiste im Cockpit ausrangierte Bekleidung wie T-Shirts. Das alles soll den Fisker Ocean besonders nachhaltig machen. 
Zugleich macht Fisker eine Kampfansage an die Branche mit einem Startpreis von 37.500 US-Dollar vor Steuern und Elektroauto-Vergünstigungen. Bytons M-Byte soll auf dieser Basis 45.000 US-Dollar beziehungsweise 45.000 Euro kosten - und damit ebenfalls die etablierten Premium-Anbieter unter Druck setzen.

Über 140.000 Reservierungen für den "Cybertruck"

Auch der Elektroauto-Vorreiter Tesla setzt die Preise inzwischen noch tiefer an und will sein Pickup-Modell "Cybertruck" schon ab knapp 40.000 US-Dollar verkaufen. Tesla bekam Konzernchef Elon Musk zufolge inzwischen über 140.000 Reservierungen für den "Cybertruck". Einer Abwärtsspirale beim Preis würden dabei allerdings schon durch die Batteriekosten Grenzen gesetzt, schränkte Byton-Manager Andreas Schaaf ein. "Niemand kann zaubern." 
Zum Vergleich: Mercedes veranschlagt bei seinem Elektro-SUV EQC einen Preis von rund 70.000 Euro ab Werk.
Byton setzt als Kaufargument auf ein fast von Tür zu Tür reichendes Display mit einer Diagonalen von 47 Zoll (knapp 120 Zentimeter) sowie digitale Dienste. Dafür muss die Firma aber App-Entwickler überzeugen, ihre Anwendungen für die Fahrzeuge anzupassen. Dazu wurde in Las Vegas am Sonntag (Ortszeit) eine Entwicklerplattform an den Start gebracht.
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